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Rundflug
ab Uetersen 02.12.2006
Wenn man regelmäßig ein
paar Mal im Jahr das eine oder andere Ziel anfliegt, wünscht man sich, wie
sicherlich viele Flugbegeisterte mal eine gewisse interessante Abwechslung.
Etwas außergewöhnliches oder Neues. Nicht dass Flüge mit der B737 oder
A320-Serie langweilig wären, jedoch gibt es Dinge die einen wesentlich größeren
Reiz ausüben.
Auf meinen bisherigen Flügen
habe ich fast die komplette heute noch aktive Modellreihe beider Hersteller im
Kurz- und Mittelstreckenbereich genießen dürfen. Schon lange gab es also den
Wunsch mal in ein ganz anderes Flugzeug einzusteigen. Alle Überlegungen führten
jedoch zunächst zu keinem wirklichen Ergebnis.
Letztendlich wurden mir die
Planungen abgenommen. Besser gesagt, ich wurde durch meine Firma auf einen Flug
gebucht, auf den ich keinen Einfluss hatte. Es handelte sich hierbei um die
Strecke Juist – Norddeich geflogen von FLN mit Britten-Norman Islander. Ich
war sehr gespannt wie dieser doch ganz andere Flug wohl verlaufen würde und
konnte den September 2006 kaum erwarten. Es war wirklich wie erwartet ein ganz
anderes Erlebnis, in einem Flugzeug zu fliegen, dass gerade einmal 10 Personen
inklusive Piloten aufnehmen kann. Leider war dieser Flug bereits nach 5 Minuten
über dem Wattenmeer beendet. Aber eins war mir nach dem Flug sofort klar: Ich
werde auf jeden Fall wieder Islander fliegen!
Ich hatte nicht wirklich
schnell damit gerechnet wieder an Bord eines Islanders Platz nehmen zu können.
Aber manchmal will es der Zufall anders. Im Forum „Aviation-Community“
erfuhr ich von einem durch die „DEL – Die Event Luftreederei“
organisierten Rundflug, der mit dem Britten-Norman Islander der Air Hamburg
durchgeführt werden sollte. Stattfinden sollte der Flug von Uetersen (EDHE)
aus. Mir war sofort klar, dass ich dabei sein musste. So konnte ich gleich zwei
Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen, das tolle Fluggefühl im Islander
genießen, und zum andere das wunderschöne Hamburg aus der Luft betrachten, was
man im Anflug auf Hamburg-Fuhlsbüttel nur in kleinen Ausschnitten genießen
kann. Nach kurzer Überlegung und einem Blick in den Kalender, buchte ich den
Rundflug. Und somit war klar, bereits am 02.12.2006 werde ich wieder an Bord des
netten kleinen Fliegers Platznehmen können.
Der interessante Tag begann
für mich am Samstag den 02.12.2006 um ca. viertel nach 11. Mit dem Auto ging es
in Richtung Flugplatz Uetersen, gelegen in der Nähe von Pinneberg im Großraum
Hamburg. Ich rechnete mit ca. einer dreiviertel Stunde Fahrt, so dass genügend
Zeit bis zum Abflug, welcher für 13:00 angesetzt war, vorhanden sein sollte.
Wie es Murphy so will, kommt natürlich alles anders. Egal für welche Straße
man sich entscheidet, überall war mit Staus zu kämpfen. So brauchte ich
alleine bis Pinneberg fast eine Stunde. Von dort an ging es jedoch dann recht zügig
über die Dörfer zum Flugplatz Uetersen. Dieser liegt in einem Waldstück und
ist über die B405 gut zu erreichen.
Eingetroffen bin ich am Flugplatz gegen halb 1, womit ich bei den ganzen Staus schon gar nicht mehr gerechnet hatte.

Alle anderen Flugteilnehmer hatten sich schon an der Maschine versammelt.

Es wurde gefachsimpelt und Erwartungen ausgetauscht. Bereits um 12:40 war klar, dass alle Fluggäste die mitwollten/konnten vor Ort waren und so begannen wir mit dem Einsteigen. Wenn man es erst einmal durch eine der Passagiertüren ins Flugzeug geschafft hat, ist auch für einen 1,93m großen jungen Herren ein gemütlicher Platz vorhanden.

Da schnell alle acht
Passagiere eingestiegen waren, begann der Pilot zügig mit den
Flugvorbereitungen. Die Motoren wurden angelassen und alle Systeme und Steuerflächen
gecheckt. Anschließend ging es auch schon los über die Wiese in Richtung der
aktiven Gras-Piste 27. Wie ich von meinen Tagen auf Juist schon wusste ist es
auf einer Graspiste doch um einiges holperiger als auf Beton oder Teer. Aber
dies war für unsere Islander absolut kein Problem und bereits nach ca. 500-600m
erhoben wir uns um 12:45 in den leider etwas grauen norddeutschen Himmel.

In einer langgezogenen Linkskurve ging es Richtung Elbe.

Vorbei am Kraftwerk Schulau ging es nun elbaufwärts in Richtung Hamburg. Zu beiden Seiten waren die interessanten Elbufer zu sehen sowie direkt unter einem die Schiffe zu beobachten.

Während auf der linken
Seite das schöne Blankenese betrachtet werden konnte gab es auf der rechten
Seite für viele das erste Highlight zu sehen: Auf dem Airbus Werksgelände
konnte eine der A380-Testmaschinen erblickt werden!


Weiter ging es über die
riesigen Containerterminals und den Hamburger Freihafen. Sehr gut zu erkennen
waren auch die diversen Werftanlagen u.A. von Blohm&Voss.


Unsere Flugroute führte uns nun weiter über die Landungsbrücken und die beeindruckende Speicherstadt, in Richtung Innenstadt über die Alster.




Diese umflogen wir in einer
langgezogenen Linkskurve. Man wusste gar nicht was man zuerst betrachten sollte,
auf beiden Seiten gab es Unmengen an Highlights die entdeckt werden wollten.

Nachdem wir die Alster einmal umrundet hatten ging es zunächst einmal in Richtung Elbbrücken um dann in einer langen Rechtskurve wieder über die Innenstadt direkt Richtung Flughafen Fuhlsbüttel zu fliegen.



Zunächst flogen wir
parallel zur Piste 15-33 am Flughafen vorbei, um anschließend in einer sehr
engen Kurve auf die Piste 15 einzudrehen, und sie sehr tief zu überfliegen.
Einfach Wahnsinn!!!


Weiter führte uns unsere
Route nun in westliche Richtung über Schleswig-Holstein, vorbei am Flugplatz
Uetersen, bis nach Brunsbüttel. Sehr gut zu erkennen war die
landwirtschaftliche Struktur und die kleinen Dörfer und Städte.


Von Brunsbüttel an befanden wir uns leider schon auf dem Rückweg nach Uetersen, da wir schon ca. 45 min unterwegs waren.



Das Ende unserer Route führte
uns wieder direkt über die Elbe bis kurz hinter Stade, um von hier in den
Gegenanflug auf die Piste 27 des Flugplatzes Uetersen einzudrehen.

Nach einem sehr tiefen Anflug über das Waldstück setzten wir um 13:45 wieder sicher und sanft auf der Piste 27 auf und rollte anschließend wieder quer über die Wiese auf unsere Parkposition.



Nachdem alle Flugteilnehmer
unsere Maschine aus verschiedensten Ansichten abgelichtet hatten, ging es dann
anschließend ins Gastronomie-Zelt. Hier wurde der Tag während Ideen für
weitere Events ausgetauscht wurden, gemütlich bei Kuchen und Getränken
ausklingen gelassen.
Man muss abschließend
sagen, dass es ein super Tag war. Die Organisation hat bestens geklappt und ich
bin garantiert wieder bei einem der nächsten Events der DEL dabei. Vielen Dank
nochmals an die Organisatoren!!!